Personalnachrichten Juni 2026
Die Universität Bern vermeldet vier neu besetzte ordentliche und fünf ausserordentliche Professuren, zwei Assistenzprofessuren (Tenure Track), 14 assoziierte Professuren, neue Privatdozentinnen und -dozenten sowie Preise und Ehrungen.
Ordentliche Professuren
Daniel Fuster
Die Universitätsleitung hat Daniel Fuster auf den 1. Mai 2026 zum ordentlichen Professor für Nephrologie gewählt. Fuster wurde von der Geschäftsleitung der Insel Gruppe AG zum Klinikdirektor und Chefarzt an der Universitätsklinik für Nephrologie ernannt.
Lena-Christin Conradi
Die Universitätsleitung hat Lena-Christin Conradi auf den 1. August 2026 zur ordentlichen Professorin für Viszerale und Transplantationschirurgie gewählt. Conradi wird von der Geschäftsleitung der Insel Gruppe AG zur Klinikdirektorin und Chefärztin Viszerale und Transplantationschirurgie an der Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin UVCM ernannt.
Benedikt Pirker
Die Universitätsleitung hat Benedikt Pirker auf den 1. August 2026 zum ordentlichen Professor für Europa- und Wirtschaftsvölkerrecht gewählt. Pirker wird Direktor des Instituts für Europa- und Wirtschaftsvölkerrecht sowie Direktor am World Trade Institute.
Christoph Schlapbach
Die Universitätsleitung hat Christoph Schlapbach auf den 1. August 2026 zum ordentlichen Professor für Dermatologie gewählt. Schlapbach wurde von der Direktion der Insel Gruppe AG zum Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Dermatologie ernannt.
Ausserordentliche Professuren
Jeanne Tschopp
Die Universitätsleitung hat Jeanne Tschopp auf den 1. Juni 2026 als ausserordentliche Professorin für Empirische Mikroökonomie gewählt. Es handelt sich hier um die Umwandlung der Assistenzprofessur mit Tenure Track, welche Prof. Tschopp seit 1. Juni 2019 innehatte.
Tina Baier
Die Universitätsleitung hat Tina Baier auf den 1. August 2026 als ausserordentliche Professorin für Bildungssoziologie gewählt. Sie wird Mitdirektorin des Instituts für Erziehungswissenschaft.
Elena Sabbi
Die Universitätsleitung hat Elena Sabbi auf den 1. August 2026 zur ausserordentlichen Professorin für Space Sciences gewählt. Sabbi führt am International Space Science Institute (ISSI) die Tätigkeit als Direktorin aus.
Christian Vater
Die Universitätsleitung hat Christian Vater auf den 1. August 2026 als ausserordentlichen Professor für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sportmotorik gewählt. Er wird zudem Teil der Institutsleitung am Institut für Sportwissenschaft.
Dmitry Katayev
Die Universitätsleitung hat Dmitry Katayev auf den 1. Oktober 2026 zum ausserordentlichen Professor für Organische Chemie gewählt. Es handelt sich hier um die Umwandlung der Assistenzprofessur mit Tenure Track, welche Prof. Katayev seit 1. Oktober 2022 innehatte.
Assistenzprofessuren (Tenure Track)
Philosophisch-historische Fakultät
Caroline Heitz für Prähistorische Archäologie
Laura Mai für Klimarecht und Gesellschaft (Stiftungsprofessur: Bloom Foundation, Professur für Klimarecht und Gesellschaft)
Assoziierte Professorinnen und Professoren
Medizinische Fakultät
Daniel Ahmed für Robotics and Biomedical Technology
Natalia Baran für Hämatologie/Molekulare Hämatologie
Josefina Adriana Maria Bastiaansen für Medical imaging
Patrick Dorn für Thoraxchirurgie
Kady Anne Fischer für Experimentelle Anästhesiologie
Gunar Günther für Pneumologie
Felix Georg Michael Hammann für Klinische Pharmakologie
Anja Lachenmayer für Chirurgie
Thomas Michael Marti für Molekulare Krebsforschung
Chantal Madeleine Michel für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Eike Immo Piechowiak für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie
Laila Schneidewind für Urologie
Seyed Morteza Seyed Jafari für Dermatologie
Mohamed Shelan für Radio-Onkologie
Gerd Tinkhauser für Neurologie
Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät
Katja Schlegel für Psychologie
Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät
Gunter Stober für Atmospheric Physics
Titularprofessuren
Medizinische Fakultät
Karoline Lieselotte Aebi-Popp für Infektiologische Gynäkologie
Judith Everts-Graber für Rheumatologie
Jochen Kindler für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Bernhard Kiss für Urologie
Zbinden Rainer für Kardiologie
Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät
Tobias Krieger für Psychologie
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
Monika Bandi Tanner für Tourismus
Privatdozentinnen und -dozenten
Medizinische Fakultät
Daniel Ahmed für Robotics and Biomedical Technology
Natalia Baran für Hämatologie/Molekulare Hämatologie
Josefina Adriana Maria Bastiaansen für Medical imaging
Sarah Sirja Bär für Kardiologie
Fabiën Naomi Belle für Klinische Epidemiologie
Morin Beyeler für Neurologie
Sarah Catharina Brüningk für Experimentelle Radioonkologie
Federica Maria Conedera für Neuroimmunologie
Manuela Viviane Eugster für Biomedical Engineering
Cristian Gabriel Fernandez Palomo für Radiation Biology
Jan-Oliver Friess für Anästhesiologie
Eva Maria Hodel für Epidemiologie und öffentliche Gesundheit
Christian Horvath für Pneumologie
Philipp Jent für Infektiologie
Dimitrios Kloukos für Kieferorthopädie
Michael Konrad Murek für Neurochirurgie
Rémy Liechti für Handchirurgie
Theoni Maragkou für Neuropathologie
Gabriela Oesch Nemeth für Neuropädiatrie
Christel Ruini für Dermatologie und Venerologie
Nedelina Bozhidarova Slavova für Experimentelle Neurologie
Marc Wehrli für Onkologie
Miriam Weiss für Neurochirurgie
Emilio Couso Queiruga für Implantatchirurgie und Oral Diagnostic Sciences
Denise Corinne Zysset für Systemmedizin in der Ophthalmologie
Philosophisch-historische Fakultät
Omar Walid Anchassi für Islamic and Middle Eastern Studies
Teresa Bürge für Vorderasiatische Archäologie
Linda Anna Konnerth für Allgemeine Sprachwissenschaft
Jonas Werner für Philosophie
Marion Carola von Stockhausen-Wettstein für Sozialanthropologie und Religionswissenschaft
Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät
Corina Berli für Psychologie
Tina Baier für Bildungssoziologie
Sandra Grinschgl für Psychologie
Maria Undine Kottwitz für Psychologie
Ann Krispenz für Psychologie
Richard Nennstiel für Bildungssoziologie
Marius Henrik Rubo für Psychologie
Stephan Zahno für Human Movement and Sport Science
Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät
Mathias Jehling für Stadtgeographie
Theologische Fakultät
Nikolett Móricz für Praktische Theologie
Preise
SATURNA Grant
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt SATURNA, ein von Prof. Dr. Raphaëlle Luisier vom Department for BioMedical Research gegründetes internationales Forschungskonsortium, mit einen Förderbeitrag in Höhe von 4 Millionen Franken. SATURNA bringt führende Forschende aus der Schweiz und Singapur zusammen um die interdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von KI und RNA-Biologie zu fördern neue Erkenntnisse über Krankheitsmechanismen und therapeutische Innovationen zu ermöglichen.
EU-COST Grant
Bei den von der EU finanzierten COST-Actions handelt es sich um interdisziplinäre Forschungsnetzwerke, die Forschende und Innovatoren zusammenbringen, um sich vier Jahre lang mit einem Thema ihrer Wahl zu befassen. Prof. Dr. Benjamin Ineichen vom Department of Clinical Research erhält einen COST Grant mit dem Titel „LLM4Drugs: Advancing Reliable Evidence for Drug Development with Large Language Models“. Das Konsortium, bestehend aus mehr als 50 Expertinnen und Experten aus 18 europäischen Ländern, hat zum Ziel den sicheren und standardisierten Einsatz von KI-Sprachmodellen zur schnelleren und verlässlicheren Auswertung von Evidenz in der Arzneimittelentwicklung zu ermöglichen.
SGAIM Foundation Grant
Die SGAIM Foundation fördert mit dem SGAIM Foundation Grant Forschungsprojekte, welche die Qualität der Prävention, Diagnostik und Therapie in der Allgemeinen Inneren Medizin verbessern. Anlässlich des Frühjahrskongresses 2026 in Lausanne wurden Dr. med. Julian Simon Flury vom Berner Institut für Hausarztmedizin und Inselspital, Universitätsspital Bern für die Studie «Volume status ultrasound supported by artificial intelligence during acute general internal medicine hospitalization: a diagnostic accuracy study» ausgezeichnet. Das Projekt untersucht den Einsatz KI-gestützter Ultraschalldiagnostik zur präziseren Beurteilung des Volumenstatus bei hospitalisierten Patientinnen und Patienten und soll so die diagnostische Qualität in der Akutversorgung verbessern.
Science Awards for Allergy der Stallergenes Greer Foundation
Die Stallergenes Greer Foundation vergibt die Science Awards for Allergy, um herausragende Beiträge zur Allergieforschung und Patient:innenversorgung zu fördern. In der Ausgabe 2025 wurde Prof. Dr. Alexander Eggel vom Department for Biomedical Research der Universität Bern und Universitätsklinik für Rheumatologie und Immunologie am Inselspital, Universitätsspital Bern, mit einem «Innovation in Treatment Award» ausgezeichnet. Er erhält 25’000 Euro für sein Projekt «Improving diagnostic and therapeutic options for allergic patients». Ziel ist es, diagnostische und therapeutische Möglichkeiten für Patientinnen und Patienten mit Allergien zu verbessern und so langfristig eine präzisere und wirksamere Behandlung zu ermöglichen.
IBSA Foundation Fellowship
Die IBSA Foundation for scientific research vergibt jährlich Fellowships zur Förderung exzellenter Nachwuchsforschender in ausgewählten medizinischen Fachgebieten. Unter den sechs Preisträgerinnen und Preisträgern der Ausschreibung 2025 ist Dr. Youngjun Kim vom Department for Biomedical Research (DBMR) der Universität Bern in der Gruppe von Prof. Kerstin Klein. Er erhält ein Fellowship im Bereich Rheumatologie für sein Projekt «Dissecting Pathogenic Immune-Stromal Crosstalk in Sjögren's Disease through Single-Cell Multiome Profiling».
Forschungspreis der Schweizerischen Herzstiftung
Die Schweizerische Herzstiftung verleiht jährlich Forschungspreise für herausragende Arbeiten in der Hirnschlagmedizin und Kardiologie. Den Forschungspreis Kardiologie 2026 erhält Prof. Dr. Dr. med. Christoph Gräni von der Universitätsklinik für Kardiologie für seine Forschung zur Verbesserung der Herzdiagnostik und Prognose mittels kardialer Bildgebung unter Einbezug von Künstlicher Intelligenz.
SPSA Outreach Award
Dr. Michael A. Strebel vom Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) hat den erstmals vergebenen SPSA Outreach Award der Schweizerischen Vereinigung für Politikwissenschaft erhalten (Preisgeld: 1'500 CHF) für seinen Artikel "The political economy of territorial integration referendums", in dem er die Erfolgsfaktoren für Gemeindefusionen in Volksabstimmungen untersucht. Der Preis dient der Stärkung des Austausches zwischen politikwissenschaftlicher Forschung und politischer Praxis und die Preisjury besteht aus Mitgliedern der vereinigten Bundesversammlung.
ACS Nano Impact Award
Ein Forschungsteam der Universitäten Bern und Basel erhält den ACS Nano Impact Award 2026 für einen Artikel in der Fachzeitschrift ACS Nano. Von der Universität Bern sind Prof. Dr. Shi-Xia Liu und Prof. em. Dr. Silvio Decurtins vom Departement für Chemie, Biochemie und Pharmazie beteiligt. Das Team zeigt im Artikel, wie sich einzelne Moleküle präzise auf einem Supraleiter anordnen und ihre Quanteneigenschaften gezielt steuern lassen – ein wichtiger Schritt für die Entwicklung von Quantentechnologien.
Ehrungen
Huésped de Honor der Stadt Buenos Aires
Die Stadt Buenos Aires zeichnet mit dem Ehrentitel «Huésped de Honor» ausländische Persönlichkeiten aus, die sich durch besondere Leistungen in Kultur, Wissenschaft, Politik oder Sport hervorgetan haben und die Stadt besuchen. Prof. Dr. med. Claudio L. A. Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät und Direktor Lehre und Forschung am Inselspital, Universitätsspital Bern wurde für sein Engagement zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsamer Strategien für eine bessere Gehirngesundheit mit diesem Titel geehrt.
Mitglied der American Academy of Arts & Sciences
Die American Academy of Arts & Sciences ernennt Prof. Dr. Ole Seehausen vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern zum Mitglied ihrer Academy. Die American Academy of Arts and Sciences würdigt die Leistungen ihrer Mitglieder und ist gleichzeitig ein unabhängiges Forschungszentrum, das führende Persönlichkeiten aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt. Ihre Arbeit prägt die Forschungsrichtung in den Bereichen Naturwissenschaften und Wissenschaftspolitik, Geisteswissenschaften und Kunst, Demokratie und Gerechtigkeit, Internationale Beziehungen, Energie Umwelt und Bildung.
Präsidentschaft der European Stroke Organisation
Die European Stroke Organisation (ESO) ist die führende europäische Fachgesellschaft im Bereich Schlaganfall. Sie vereint klinische Expertinnen und Experten, Forschende und nationale Fachgesellschaften mit dem Ziel, Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge beim Schlaganfall zu verbessern. Prof. Dr. med. Urs Fischer, Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital sowie Professor für Neurologie an der Universität Bern, wurde zum Präsidenten der ESO gewählt – als erster Schweizer in diesem Amt. Er engagiert sich seit vielen Jahren in der Schlaganfallforschung, leitet internationale multizentrische Studien zur Optimierung der Therapie und ist Mitgründer von Stroke-Schulungsprogrammen in Europa und Asien sowie des European Stroke Master Programs.
Mitgliedschaft der Academia Europaea
Die Academia Europaea ist eine europäische Wissenschaftsakademie, welche herausragende Forschende aus allen Disziplinen vereint und Regierungen sowie internationale Organisationen in wissenschaftlichen Fragen berät. Prof. Dr. med. vet. Sven Rottenberg, Leiter des Instituts für Tierpathologie und Gruppenleiter des Cancer Therapy Resistance Clusters, wurde als Mitglied in die Academia Europaea gewählt. Die Mitgliedschaft würdigt seine international beachteten Arbeiten zu Therapieresistenz bei Krebserkrankungen.
«Digital Shapers» 2026
Prof. Dr. Christian Cachin vom Institut für Informatik gehört zu den 100 «Digital Shapers» 2026 der BILANZ. In seiner Forschung geht er der Frage nach, was in der digitalen Welt wirklich sicher ist. Durch seine Arbeit zu Kryptographie und sicheren digitalen Protokollen hat Prof. Dr. Christian Cachin wesentlich dazu beigetragen, dass die Schweiz im Feld der Kryptowährungen international weit voraus ist.
