Wissenschaft trifft Diplomatie: Schweiz-Afrika-Partnerschaften im Fokus
Am Montag, 17. August 2026 lädt die Universität Bern gemeinsam mit der Universität Basel und dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zu einer Veranstaltung ein, bei der Wissenschaft und Diplomatie zusammenkommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit diplomatischen Vertretenden, Forschenden und Fachpersonen aus Bildung, Forschung und Innovation steht die Frage, wie Wissenschaft und Politik die Partnerschaft zwischen der Schweiz und afrikanischen Ländern vertiefen und Synergien in Forschung und Innovation besser nutzen können.
Wie kann wissenschaftliche und diplomatische Arbeit in Partnerschaften zwischen der Schweiz und Afrika enger verknüpft werden? Wie lassen sich Synergien zwischen bestehenden Programmen, Instrumenten und Kanälen besser nutzen, damit Akteurinnen und Akteure aus Diplomatie, Bildung, Forschung und Innovation effektiver zusammenarbeiten? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Veranstaltung «Science Diplomacy in Practice: Contributions from Swiss Higher Education, Research and Innovation in Africa» am Montag, 17. August 2026 thematisiert. Durchgeführt wird die Veranstaltung gemeinsam von der Initiative Afrique der Universität Bern, dem Swiss Leading House Africa der Universität Basel und dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
«Wir sind überzeugt, dass die Bewältigung globaler Herausforderungen eine globale Zusammenarbeit erfordert. Kooperationen mit afrikanischen Partnerinstitutionen bergen dabei grosses Potenzial – etwa in den Bereichen Klimawandel, Wasser- und Landmanagement, Migration oder globale Gesundheit», sagt Hugues Abriel, Vizerektor Forschung und Innovation der Universität Bern bis Ende Juli 2026 und Professor am Institut für Biochemie und Molekulare Medizin (IBMM). «Mit der Initiative Afrique haben wir an der Universität Bern eine Plattform geschaffen, um alle Forschungsaktivitäten mit Bezug zu Afrika zu bündeln und die Vernetzung innerhalb und ausserhalb der Universität zu stärken. Es freut uns sehr, dass wir die gemeinsame Veranstaltung an der Universität Bern durchführen können.»
Zusammenarbeit für mehr Wirkung
Die Veranstaltung beginnt mit einer Keynote und einem Panel zu Wissenschaftsdiplomatie in der Praxis. Dabei werden konkrete Erfolge und Herausforderungen aus schweizerisch-afrikanischen Kooperationen vorgestellt. In anschliessenden Breakout Sessions werden die spezifischen Themen vertieft behandelt. Diskutiert wird unter anderem, wie Mitverantwortung in ausgewogenen, von afrikanischen wie schweizerischen Partnern getragenen Kooperationen konkret gelebt wird. Zur Sprache kommt auch, wie Kantone, Unternehmen, Zivilgesellschaft sowie Organisationen in Afrika neben staatlichen und akademischen Institutionen als aktive Partner auftreten. Zudem wird besprochen, wie Projekte mithilfe von Plattformen über Einzelvorhaben hinaus verankert werden können. Weitere Schwerpunkte sind die 2 Media Relations Hochschulstrasse 6 3012 Bern medien@unibe.ch
Fragen, wie sich Innovationsökosysteme in afrikanischen Ländern und in der Schweiz gegenseitig stärken und voneinander lernen können und welche Rolle Wissenschaftsdiplomatie dabei spielt. Ziel der Veranstaltung ist es, ein gemeinsames Verständnis von Wissenschaftsdiplomatie zu entwickeln und die Forschungs- und Innovationsbeziehungen zwischen der Schweiz und afrikanischen Partnerinstitutionen zu stärken.
Langjährige Forschungskooperationen der Universität Bern mit Partnern in Afrika
«Die Universität Bern engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung der Wissenschaft und den Aufbau globaler Forschungsnetzwerke – mit einem besonderen Fokus auf Kooperationen in afrikanischen Ländern», sagt Abriel. Durch ihre Mitgliedschaft in «The Guild of European Research-Intensive Universities» hat sie bereits eine starke Zusammenarbeit mit der «African Research Universities Alliance (ARUA) entwickelt. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden zwei «Africa-Europe Clusters of Research Excellence» von Forschenden zweier strategischen Zentren der Universität Bern – dem Multidisciplinary Center for Infectious Diseases (MCID) und dem Centre for Development and Environment (CDE) – gemeinsam mit afrikanischen Partnern geleitet. Hinzu kommen aktive Kooperationen, etwa im Rahmen der Wyss Academy for Nature mit regionalen Hubs in Kenia und Madagaskar, sowie langjährige Programme des Centre for Development and Environment (CDE) und des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM).
Programmübersicht
09:30 Ankunft und Registrierung
10:00 Begrüssung
- Prof. Andrew Chan, Vizerektor Internationales und Akademische Karrieren, Universität Bern
- Botschafter Philipp Stalder, Chef der Abteilung Subsahara-Afrika und Frankophonie, Staatssekretariat des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA)
- Moderation: Prof. Jürg Utzinger, Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (SWISS TPH)
10:10 Keynote: Science Diplomacy in Africa: Why Regional Organizations Matter in Resoucre-Limited Settings
- Dr. Ntuli Kapologwe, Generaldirektor, East Central and Southern Africa Health Community
10:35 Mapping of Academic Collaborations and Exchange between African Countries and the Swiss Academic Landscape
- Prof. Pia Stalder, Professorin für verantwortungsvolles globales und interkulturelles Management, Berner Fachhochschule
- Dr. Djouroukoro Diallo, Koordinator Initiative Afrique, Universität Bern
10:40 Panel: From Research to Relations – A Conversation on Science Diplomacy in Africa
- Botschafterin Fouzia Abass, Botschafterin der Republik Kenia in der Schweiz und Lichtenstein
- Botschafter Léo Trembley, Botschafter der Schweiz in der Demokratischen Republik Kongo, der Republik Kongo und der Gabunischen Republik
- Dr. Yaya Sangare, Geschäftsführender Sekretär des «Programme d'Appui Stratégique à la Recherche Scientifique (PARES)»
- Prof. Hugues Abriel, Vizerektor Forschung und Innovation bis Ende Juli 2026 und Professor am Institut für Biochemie und Molekulare Medizin (IBMM), Universität Bern
- Moderation: Douglas Häggström, Swiss Leading House Africa, Universität Basel
11:15 Strukturierte Networking-Pause
11:45 Breakout Sessions
- Session 1 – Ausgewogene Partnerschaften und Wissenschaftsdiplomatie in Afrika
- Session 2 – Alternative Partnerinnen und Partner für die Wissenschaftsdiplomatie
- Session 3 – Schweizer und multinationale Plattformen für die Wissenschaftsdiplomatie
- Session 4 – Von der Wissenschaft zur Innovationsdiplomatie
12:50 Schlusswort
- Botschafter Philipp Stalder, Chef der Abteilung Subsahara-Afrika und Frankophonie, Staatssekretariat des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten
- Prof. Nadia Mercader, designierte Vizerektorin Forschung und Innovation und Professorin am Institut für Anatomie, Universität Bern
14:00 Ende des offiziellen Programms
Medienschaffende sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen und werden gebeten, sich bis Freitag, 14. August, 9 Uhr unter medien@unibe.ch anzumelden.
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Datum |
Montag, 17. August 2026 von 09:30-14:00 Uhr |
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Ort |
UniS, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern, Raum S003 |
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Sprache |
Die Veranstaltung wird in englischer Sprache durchgeführt. |
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Eintritt |
Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich. |
Die Initiative Afrique der Universität BernDie Initiative Afrique ist eine gemeinsame Initiative des Vizerektorats Forschung und Innovation sowie des Vizerektorats Internationales und Akademische Karrierender Universität Bern. Sie bündelt Forschungsaktivitäten mit Bezug zu verschiedenen afrikanischen Ländern und dient als zentrale Anlaufstelle für Informationen zu bestehenden Aktivitäten, Partnerschaften und Ressourcen im Bereich Schweiz–Afrika. Damit setzt die Universität Bern innerhalb ihrer Internationalisierungsstrategie einen besonderen Schwerpunkt auf Kooperationen mit afrikanischen Universitäten, um gemeinsam globale Herausforderungen anzugehen. Mehr Informationen: https://initiativeafrique.unibe.ch/index_eng.html |
11.08.2026
