Kompetenzzentrum CRED wird in Fakultäten überführt

Die Universitätsleitung der Universität Bern hat beschlossen, das Center for Regional Economic Development (CRED) in seiner jetzigen Form per Ende 2025 aufzulösen. Eine eingehende Überprüfung hat gezeigt, dass die Leistungen, welche das interfakultäre Zentrum erbringt, in den Fakultäten selbst umgesetzt werden können. Die Tourismusforschung wird in Form einer Forschungsstelle für Tourismus (FfT) am Departement für Volkswirtschaft angesiedelt.

Das Center for Regional Economic Development (CRED) ist ein interfakultäres Zentrum für Forschung, Lehre und Beratung zu Fragen der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Das CRED wurde 2012 gegründet in der Absicht, für die Tourismusforschung eine zukunftsfähige Struktur zu schaffen und die regionalökonomischen Entwicklungen aus einer volkswirtschaftlichen, betriebswirtschaftlichen sowie geographischen Perspektive zu vertiefen und zu verknüpfen.

Die Universitätsleitung hat beschlossen, das Zentrum nicht mehr weiterzuverfolgen und per Ende 2025 aufzulösen. Dr. Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern, sagt: «Das CRED war als temporärer Zusammenschluss gedacht zur Stärkung der Forschung zu regionalökonomischen Entwicklungen. Nach eingehender Prüfung ist die Universitätsleitung zum Schluss gekommen, dass die Leistungen des CRED ebenso gut innerhalb der Fakultäten umgesetzt werden können.»

Ziel erreicht: Forschung zu regionalökonomischen Entwicklungen gestärkt

Das CRED vereinte eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Forschungseinheiten Volkswirtschaft, Entrepreneurship, Geographie und Tourismus, welche sich mit Fragestellungen zu den Forschungsschwerpunkten Standortdynamik und regionale Wirtschaftspolitik, Tourismus sowie Bodenpolitik und Immobilien befassten.

Prof. Dr. Maximilian von Ehrlich, Direktor und Leiter der Forschungseinheit Volkswirtschaft am CRED, sagt: «Es handelte sich um ein virtuelles Zentrum, das sein Ziel erreicht hat. Wir können den Entschluss der Universitätsleitung daher nachvollziehen und begrüssen ihn.»

Kein Abbau von Stellen oder Studienprogrammen

Die Auflösung des CRED führt nicht zu einer Streichung von Stellen. Wie von Ehrlich erklärt, waren und sind alle Forschenden, die sich im CRED engagiert haben, anderenorts an der Universität Bern assoziiert, namentlich am Volkswirtschaftlichen Institut, am Geographischen Institut und am Institut für Marketing und Unternehmensführung. Wie von Ehrlich weiter erklärt, sind Studierende von der Auflösung des Zentrums nicht betroffen; das bestehende Masterprogramm «Master of Science in Applied Economic Analysis» wird inklusive Vertiefungsmöglichkeit für «Regional Economic Development» weitergeführt. Ebenso werden die bestehenden Doktorratsstellen bis zu ihrem Auslaufen zu Ende finanziert.

Der Bereich der Tourismusforschung wird in Form einer Forschungsstelle für Tourismus (FfT) unter der Leitung von Dr. Monika Bandi Tanner am Departement für Volkswirtschaft angesiedelt. «Die Tourismusökonomie hat eine lange Tradition an unserem Departement. Mit dieser Überführung in fakultäre Strukturen ist die Kontinuität der bereits sehr erfolgreichen Tourismusforschung der Universität Bern gesichert und sie wird sogar noch gestärkt», sagt von Ehrlich abschliessend.

28.11.2025