Luise Kempf

Die Universitätsleitung hat Luise Kempf auf den 1. Februar 2026 zur ausserordentlichen Professorin für Germanistische Linguistik gewählt. Es handelt sich hier um die Umwandlung der Assistenzprofessur mit Tenure Track, welche Kempf seit 1. Februar 2020 innehatte. Zugleich wird sie Vizedirektorin des Instituts für Germanistik.

Luise Kempf ist in Lahr/Schwarzwald aufgewachsen und studierte bis 2002 Architektur in Karlsruhe, danach bis 2009 Deutsche Philologie, Filmwissenschaft und Vergleichende Sprachwissenschaft in Mainz sowie während eines Erasmusjahres Finnish Language and Literature, German Philology, General Linguistics und Language Technology in Helsinki.

In Mainz promovierte sie 2015 mit einer Studie zur deutschen Wortbildung. Sie wirkte 2005 bis 2020 ebendort als Tutorin für Sprachwissenschaft, als Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Familiennamenatlas und als Dozentin für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen, zudem 2016 als Gastdozentin für Deutsch in Göteborg. 2020 übernahm sie am Institut für Germanistik der Universität Bern eine Assistenzprofessur für Systemlinguistik und habilitierte 2023 ebenda. 2022 bis 2026 leitete sie das SNF-Projekt «Familiennamenatlas der Deutschschweiz. Mit Ausblicken auf die romanischen Sprachgebiete».

Luise Kempf beschäftigt sich mit Themen der Bereiche Grammatik, Sprachvariation und Sprachwandel. Im Fokus stehen dabei die Ebenen Morphologie, Syntax, Text, Graphematik und Onomastik. Theoretisch knüpfen ihre Studien an Grammatikalisierungsforschung und Konstruktionsgrammatik an, methodisch stehen Korpuslinguistik, Befragungen und Kartographie im Zentrum.