Johannes Kirchebner

Die Universitätsleitung hat Johannes Kirchebner auf den 1. Mai 2026 als ausserordentlichen Professor für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie gewählt. Er wird in den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD) AG die Funktion eines Direktors und Chefarztes an der Universitätsklinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie ausüben.

Johannes Kirchebner hat an der Medizinischen Universität Wien Humanmedizin studiert und begann seine ärztliche Laufbahn an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK). Dort durchlief er die verschiedenen stationären und ambulanten Bereiche der allgemeinen und forensischen Psychiatrie. Parallel zu seiner klinischen Tätigkeit erforschte er mögliche Zusammenhänge zwischen Schizophrenie, aggressiven Verhaltensweisen und Delinquenz und leitete ab 2022 eine entsprechend ausgerichtete Forschungsgruppe. Im gleichen Jahr übernahm er als Leitender Arzt die Gesamtverantwortung über den Hochsicherheitsbereich am Zentrum für Stationäre Forensische Therapie der PUK Zürich. 2023 erlangte er die Venia Legendi an der Universität Zürich.

Im Mai 2026 wird Johannes Kirchebner die ausserordentliche Professur für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie antreten und Klinikdirektor der Universitätsklinik für Forensische Psychiatrie und Psychologie (FPP) der Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) Bern werden.

Forschungsschwerpunkt von Johannes Kirchebner ist die Verbindung von Schizophrenie und Delinquenz, wobei er sich insbesondere auf den Einsatz moderner statistischer Verfahren und Therapiemethoden spezialisiert hat. Hierzu gehören die Anwendung von Machine Learning (vor allem Predictive Modeling), der Einsatz interventioneller Psychiatrie und neuer therapeutischer Ansätze in der Behandlung von Aggression sowie die Berücksichtigung ethischer und philosophischer Aspekte in diesem Sektor.